Herzlich willkommen!
Dies ist ein Blog übers Kochen – mit Rezepten fürs Leben. Ich mache gerade das Diplôme de Cuisine an der Kochschule Le Cordon Bleu in London, nachdem ich die letzten hundert Jahre davon geträumt habe, es zu tun.
Jetzt mache ich es. Es ist mal gut mal schlecht, oft fließen Tränen, öfter Blut (die Messer! Vorsicht, Obacht, aufgepasst! Die sind so aggressiv, dass sie sich mit Wonne durch den Augapfel slicen, wenn man sie nur ein kleines bisschen zu blöd anschaut!).
Wenn’s auch kein Heiapopeia ist: Wir kriegen an dieser Schule unheimlich viel beigebracht. Vom Filetieren von Seeteufeln bis zum Hasenherzen mit einem zarten Plop vom ephemeren Rippenbogen lösen. Aber auch die Geheimnisse fürs perfekte Soufflé (luftig, wer hätte das gedacht), die Reparaturtricks für eine gesplittete Hollandaise (da geht es um übersatte Moleküle und wie man die Kerlchen überlistet) – und warum man seine Messer gar nicht oft genug wetzen kann (ich spreche hier von zehn Mal täglich).
Das alles will ich mit Euch teilen – und freue mich darauf, Euch hier mit Bildern und Tipps aus dem Küchenbootcamp zu versorgen.
Weil ich aber übermorgen Examen habe, das sehr schwer zu werden verspricht UND weil ich gehört habe, dass eine Studentin in der Parallellklasse, die heute geprüft worden ist, einen Blackout hatte und einen komplett leeren Teller abgegeben hat UND weil heute desweiteren kolportiert wurde, dass sich ein Student aus der Superior-Klasse vor ein paar Jahren mit einem der Küchenmesser WÄHREND DES EXAMENS (Waaaaa! Waaaah!!!!! http://www.dailymail.co.uk/news/article-1024366/Cookery-school-siege-chef-threatens-kill-failing-exam.html) umbringen wollte, als er gemerkt hat, dass er’s nicht besteht (und wir uns seitdem alle in Panik auf dem Boden rollen und dazwischen Röschen aus Chamignons schnitzen, wird geprüft), geht es mit dem Blog so richtig erst ab Freitag los. Denn es muss noch geübt werden an Jakobsmuschel, Perlhuhn und am Schweinenetz.
Dann aber voller Rohr! Aus allen Kanälen.
Denn Kochen macht froh!
Wenn man nicht gerade Prüfug hat. Oder einem von den französischen Chefs mal wieder ein “C’est disgösting Verena! Like in le Tröck-Stöp!” mitgegeben worden ist.
Ich freue mich auf Euch! Habe ja sonst gerade wenig Grund zur Freude.
Eure Verena
Keep on slicing!
